
Editorial
Der Beginn aller Wissenschaften ist das Erstaunen, dass die Dinge sind,
wie sie sind. (Aristoteles)
Das Erstaunen, das schon Aristoteles faszinierte, ist in der Regel den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern selbst vorbehalten. Doch einmal im Jahr öffnen Berliner und Potsdamer Forscher ihre Labore und Sie können teilhaben am Erkenntnisgewinn und der Faszination, die von Wissenschaft und Technik ausgehen. Erleben Sie die Welt der Forschung zur vierten Langen Nacht der Wissenschaften in Berlin und Potsdam, zu der ich Sie am 12. Juni gern einladen möchte.
Die Idee einer "Langen Nacht" ist zugegebenermaßen nicht mehr ganz neu, und langsam - so könnte man meinen - sollten wohl selbst die Hauptstädter müde werden. Aber dem ist nicht so: Die langen Nächte ziehen regelmäßig Tausende von Menschen in die Museen, in die Clubs, in Einkaufszentren und sogar in Ämter. Ungebrochen ist auch das Interesse an langen Nächten des Lesens und des Hörens, an langen Film-, Mode- oder Schlössernächten - und an unserer Langen Nacht der Wissenschaften.
Wir freuen uns sehr, dass die Lange Nacht der Wissenschaften inzwischen zu einer beliebten Tradition geworden ist. Die jährlich steigenden Besucherzahlen zeugen von der Attraktivität, die Wissenschaft und Forschung besitzen. Außerdem wurde mit der nächtlichen Wissenschaftsschau in Berlin ein Projekt geboren, das bereits mehrfach Nachahmung fand. Andere Städte, wie Erlangen/Nürnberg, Dresden, Stuttgart und ganz neu Rostock zeigen, mit gleichen oder ähnlichen Veranstaltungskonzepten, dass auch sie interessante Wissenschaftsstandorte sind. In Berlin allerdings - das sollte nicht verschwiegen werden - wird dieses Ereignis fast völlig aus eigener Kraft der beteiligten Wissenschaftseinrichtungen realisiert.
Am 12. Juni dieses Jahres werden Ihnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus mehr als 100 Hochschulen, Wissenschaftseinrichtungen und Instituten in Adlershof, Buch, Charlottenburg/Wedding, Dahlem, Mitte und Potsdam neue und spannende Ergebnisse ihrer wissenschaftlichen Arbeit präsentieren und Ihnen einen Einblick in die sehr verschiedenen Facetten eines Wissenschaftsberufes geben.
Das vorliegende Programm bietet so viele Anregungen für Ihre persönliche Wissenschaftsnacht, dass die Lange Nacht der Wissenschaften 2004 dafür einfach nicht lang genug sein wird. Aber keine Angst - spätestens 2005 laden wir Sie wieder ein. Seien Sie herzlich willkommen!
Ihr Prof. Dr. Kurt Kutzler
Präsident der Technischen Universität Berlin
Vorsitzender des Kuratoriums zur Langen Nacht der Wissenschaften
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