Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF)

©Foto: ZZF / Jürgen Baumann
Veranstaltungsort während der Langen Nacht:
Haus der Leibniz-Gemeinschaft | Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF)
Chausseestraße 111, 10115

Anfahrt:
U6, TramM5, TramM8, TramM10, Tram12
Haltestellen:
U Naturkundemuseum
Im ZZF Potsdam erforschen die Wissenschaftler*innen die deutsche und europäische Zeitgeschichte im 20. Jahrhundert. In der Langen Nacht geben wir Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte: Wir schauen voraus auf eine Ausstellung zu »Ost-Berlin« (ab Oktober 2018 im Ephraimpalais in Berlin-Mitte). Das Projekt »Berlin 1968« zeigt das Zäsurjahr im Spiegel der damaligen Berliner Tagespresse. Wir beantworten, was die Berliner Bezirke Kreuzberg und Friedrichshain zum Kiez macht und wie der Kalte Krieg die Berliner BVG bis 1989 in Verkehrsbetriebe in West und Ost spaltete. Machen Sie mit bei unserem zeithistorischen Quiz!
Der auf Ost-Berliner Gebiet liegende vermauerte Abgang zum U-Bahnhof Bernauer Straße, 1961.© BVG
Endstation: Mauer. Die Berliner Verkehrsbetriebe in Ost und West
Beginn: 17.15 Uhr, Dauer: 45 min; Vortrag

August 1949: Die BVG wird in Verkehrsbetriebe in Ost und West geteilt. In den folgenden 40 Jahren war das Verhältnis beider Betriebe von einem Gegeneinander und Nebeneinander, aber auch von einem Miteinander geprägt. An der Frage, ob Frauen als Fahrerinnen arbeiten sollten, zerbrach der gemeinsame Straßenbahnverkehr. Verbindend wirkte hingegen die West-Berliner U-Bahn, die auf zwei Transitlinien jeden Tag durch Ost-Berlin fuhr. Wie sich beide Betriebe rasch in verschiedene Richtungen entwickelten, aber sich das soziale Leben nach Feierabend dennoch ähnelte, erfahren Sie von Christian Mentel.


Der britische Musiker, Produzent und Autor Mark Reeder am Alexanderplatz (1984)© Mark Reeder | Fotografin: Sue Davidson
Ost-Berlin. Die halbe Hauptstadt
ab 17.00 Uhr Ausstellung | Infostand

Im Mai 2019 eröffnet im Museum Ephraim-Palais in Berlin-Mitte die Ausstellung „Ost-Berlin. Die halbe Hauptstadt", die gemeinsam vom Stadtmuseum Berlin und vom Zentrum für Zeithistorische Forschung gezeigt wird. Auf der Langen Nacht gibt das ZZF einen ersten Vorgeschmack auf die Ausstellung, die die Lebenswelten der Ost-Berlinerinnen und Ost-Berliner in den Blick nimmt. Lange Nacht-Besucher*innen erhalten die Möglichkeit, ihr Wissen über Ost-Berlin in einem historischen Quiz zu testen und der Ausstellung auf den Weg zu geben, was für sie Ost-Berlin war und ist.


    • Anreise: U6, TramM5, TramM8, TramM10, Tram12
      Haltestelle: U Naturkundemuseum.
      • ab 17.00 Uhr Ausstellung | Infostand

        Im Mai 2019 eröffnet im Museum Ephraim-Palais in Berlin-Mitte die Ausstellung „Ost-Berlin. Die halbe Hauptstadt", die gemeinsam vom Stadtmuseum Berlin und vom Zentrum für Zeithistorische Forschung gezeigt wird. Auf der Langen Nacht gibt das ZZF einen ersten Vorgeschmack auf die Ausstellung, die die Lebenswelten der Ost-Berlinerinnen und Ost-Berliner in den Blick nimmt. Lange Nacht-Besucher*innen erhalten die Möglichkeit, ihr Wissen über Ost-Berlin in einem historischen Quiz zu testen und der Ausstellung auf den Weg zu geben, was für sie Ost-Berlin war und ist.

        Ausstellung, Infostand, Mensch und Gesellschaft, Geschichtswissenschaften, Städteplanung

        08 | Haus der Leibniz-Gemeinschaft | Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF)
        Chausseestraße 111
        10115 Berlin
        Raum: EG

      • ab 17.00 Uhr Demonstration | Infostand

        „1968“ ist als Jahr der dramatischen politischen Ereignisse in Erinnerung geblieben: die Studentenunruhen, das gewaltsame Ende des Prager Frühlings, Vietnam, politische Morde in den USA. Doch wie fand sich „'68“ in der aktuellen Berliner Tagespresse wieder? Historiker*innen des ZZF Potsdam waren mit Studierenden der Humboldt-Universität in Archiven unterwegs: Entstanden ist ein zeitungsähnliches Magazin des Jahres 1968 in Berlin (Ost und West), das den Besucher*innen präsentiert wird – um bekannte und unbekannte Einblicke in das Leben im geteilten Berlin 1968 zu geben.

        Demonstration, Infostand, Mensch und Gesellschaft, Geschichtswissenschaften, Politikwissenschaft

        08 | Haus der Leibniz-Gemeinschaft | Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF)
        Chausseestraße 111
        10115 Berlin
        Raum: EG

      • Beginn: 17.15 Uhr, Dauer: 45 min; Vortrag

        August 1949: Die BVG wird in Verkehrsbetriebe in Ost und West geteilt. In den folgenden 40 Jahren war das Verhältnis beider Betriebe von einem Gegeneinander und Nebeneinander, aber auch von einem Miteinander geprägt. An der Frage, ob Frauen als Fahrerinnen arbeiten sollten, zerbrach der gemeinsame Straßenbahnverkehr. Verbindend wirkte hingegen die West-Berliner U-Bahn, die auf zwei Transitlinien jeden Tag durch Ost-Berlin fuhr. Wie sich beide Betriebe rasch in verschiedene Richtungen entwickelten, aber sich das soziale Leben nach Feierabend dennoch ähnelte, erfahren Sie von Christian Mentel.

        Christian Mentel ist Historiker und seit 2017 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am ZZF Potsdam. Er ist Autor des Buches "'Endstation: Mauer' zur Geschichte der BVG in Ost und West 1945-1989".

        Vortrag, Mensch und Gesellschaft, Geschichtswissenschaften, Verkehrsforschung

        08 | Haus der Leibniz-Gemeinschaft | Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF)
        Chausseestraße 111
        10115 Berlin
        Raum: 1. Etage, Raum Leipzig

      • Beginn: 19.30 Uhr, Dauer: 45 min; Vortrag

        Der Kiez ist heute überall. In Berlins Straßen finden sich Kiez-Bäcker, Kiez-Buchhandlungen und Kiez-Pensionen. Kiez verspricht Zugehörigkeit und bietet Identifikation. Kein Wunder, dass die sanierten Berliner Altbauviertel als Bergmann-, Graefe-, Nord- oder Süd-Kiez bezeichnet werden. Das klingt berlinerisch und historisch, so als ob es schon immer „Kiez" geheißen hätte. Dabei ist der Kiez im heutigen Sinne ein neuer Begriff, der erst seit den 1970er Jahren eine erstaunliche Verbreitung gefunden hat. Erfahren Sie von Hanno Hochmuth, wie der Kiez in Ost- und West-Berlin erfunden wurde.

        Dr. Hanno Hochmuth ist Historiker und seit 2011 wissenschaftlicher Referent am ZZF Potsdam. Er ist Autor des Buches "Kiezgeschichte. Friedrichshain und Kreuzberg im geteilten Berlin" (2017).

        Vortrag, Mensch und Gesellschaft, Geschichtswissenschaften, Sprachwissenschaften, Städteplanung, Berliner Stadtgeschichte

        08 | Haus der Leibniz-Gemeinschaft | Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF)
        Chausseestraße 111
        10115 Berlin
        Raum: 1. Etage, Raum Berlin

      • Beginn: 20.15 Uhr, Dauer: 45 min; Vortrag

        2015 warf die US-amerikanische Umweltschutzbehörde Volkswagen vor, bei den offiziellen Abgastests zu schummeln. Der Ruf des Diesel-Pkw nahm massiv Schaden. Dies ist nicht die erste Kontroverse um den Diesel-Pkw in den USA. Erstmals regte sich in den 1980er Jahren massiv Kritik: Sie seien lahm, würden die Umwelt mit stinkenden und qualmenden Abgasen verpesten und wären unzuverlässig, hieß es. Der Vortrag zeichnet nach, wie sich diese Wahrnehmung in den USA verbreitete und kontrastiert mit der Entwicklung in Europa, wo Dieselautos traditionell als umweltfreundlich, sparsam und zuverlässig gelten

        Dr. Christopher Neumaier ist seit 2012 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am ZZF Potsdam. Er promovierte 2008 an der TU München zum Thema „Dieselautos in Deutschland und in den USA, 1949-2005".

        Vortrag, Mensch und Gesellschaft, Technik, Fahrzeugtechnik, Geschichtswissenschaften, Umwelttechnik/Umweltwissenschaften

        08 | Haus der Leibniz-Gemeinschaft | Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF)
        Chausseestraße 111
        10115 Berlin
        Raum: 1. Etage, Raum Berlin

      • Beginn: 20.15 Uhr, Dauer: 45 min; Vortrag

        Im historischen Gedächtnis der Deutschen erscheint die Stasi als eine durch und durch „analoge“ Geheimpolizei, die sich durch ihre Spitzel Informationen beschaffte und diese in papiernen Karteisystemen und in endlosen Aktenregalen speicherte. Der Vortrag zeigt ein anderes Bild: Das Ministerium für Staatssicherheit startete relativ früh und auch erfolgreich ins digitale Zeitalter, errang seine größten Erfolge gegenüber gegnerischen Geheimdiensten durch die elektronische Funkaufklärung und arbeitete in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre mit Hochdruck daran, in westliche Datennetze einzudringen.

        Dr. Rüdiger Bergien ist seit 2009 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am ZZF Potsdam. Er habilitierte 2017 zum Thema "Organisationskultur und Herrschaftspraxis in der SED-Zentrale, 1946-1989".

        Vortrag, Medizin und Gesundheit, Geschichtswissenschaften, Computerisierung, Militärgeschichte, Geheimdienste

        08 | Haus der Leibniz-Gemeinschaft | Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF)
        Chausseestraße 111
        10115 Berlin
        Raum: 1. Etage, Raum Leipzig

      • Beginn: 21.00 Uhr, Dauer: 45 min; Vortrag

        In den Nachkriegsjahren entstand eine wirkmächtige Meistererzählung, die noch heute unsere Erinnerungskultur prägt: Die sowjetische Blockade 1948/49 habe die USA zur wichtigsten „Schutzmacht“ der bedrohten Insel West-Berlin werden lassen. Damals wurden aus Feinden Freunde, die bis 1989 gemeinsam für die Freiheit der geteilten Stadt kämpften. Stefanie Eisenhuth hinterfragt diese Erzählung. Sie erörtert exemplarisch Höhe- und Tiefpunkte des transatlantischen Verhältnisses und fragt nach der Deutung der örtlichen US-Militärpräsenz im Wandel der Zeit.

        Stefanie Eisenhuth ist Koordinatorin der Nachwuchsförderung am ZZF Potsdam. Sie promovierte an der HU Berlin mit einer Arbeit zur Geschichte der amerikanischen Militärpräsenz in West-Berlin, 1945-94.

        Vortrag, Mensch und Gesellschaft, Geschichtswissenschaften

        08 | Haus der Leibniz-Gemeinschaft | Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF)
        Chausseestraße 111
        10115 Berlin
        Raum: 1. Etage, Raum Wolfenbüttel