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Inforadio Podcast

Die Lange Nacht der Wissenschaften − ein Inforadio Podcast in Zusammenarbeit mit der Langen Nacht der Wissenschaften und mit Unterstützung der Kampagne Brain City Berlin

Alle Podcast-Folgen - ausführliche Infos zu den einzelnen Folgen finden Sie unter News

„Wissenschaften als Antwort auf Fake News“ – Folge 12

Prof. Dr. Jürgen Schulz und Prof. Dr. Ulrich Panne, Gesprächgäste der 12. Ausgabe des LNDW Podcast zum Thema "Fake News" und der Frage, sind "Wissenschaften die Antwort auf Fake News?", Aufnahme im Haus des Rundrundfunks des rbb, Foto: rbb/Thomas Prinzler
Prof. Dr. Jürgen Schulz und Prof. Dr. Ulrich Panne im Haus des Rundfunks des rbb, Foto: rbb/Thomas Prinzler

Fakten seien eine Ansichtssache und letztlich nur eine Meinung. Dieser Auffassung sind rund 40 Prozent der Deutschen, ergab eine Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach. Die Vermischung und Verwechslung von Meinung und Tatsachen ebnet jedoch auch den Weg für Fake News. Wie problematisch, mitunter gefährlich Fake News sein können, erleben wir aktuell gerade in der Corona-Pandemie. Fake News stellen wissenschaftliche Aussagen, die auf Evidenz beruhen, infrage und verändern damit auch die öffentliche Wahrnehmung von Wissenschaften. Wie Wissenschaften mit Fake News umgehen und welche Antworten Wissenschaften auf Fake News bieten, darüber spricht Moderator Thomas Prinzler in der 12. Ausgabe des LNDW-Podcasts mit diesen Gästen:

Prof. Dr. Jürgen Schulz forscht und unterrichtet an der Universität der Künste Berlin zu strategischer Kommunikationsplanung. Eine Frage, die ihn in der aktuellen Corona-Krise beschäftigt ist, inwiefern Kommunikation in der Lage ist, Menschen zu gesundheitsgefährdendem Verhalten zu bewegen oder sie davon abzubringen. Sein Blick gilt dabei insbesondere den Strategien und den Vorgehensweisen bei der Verbreitung von Fake News. Denn wer die Spielregeln solcher Kommunikationsstrategien nicht kenne, sei schnell verloren.

Prof. Dr. Ulrich Panne ist Präsident der Bundesanstalt für Materialprüfung und -forschung (BAM). Die BAM prüft und erforscht, welche Anforderungen an die Sicherheit in Technik und Chemie zu stellen sind. Mit ihm gehen wir der Frage nach, inwieweit Fake News und Gerüchte unsere Sicherheit gefährden können und wie mit Fake News umgegangen werden sollte. Herr Prof. Panne ist auch Vorsitzender des Vereins der Langen Nacht der Wissenschaften und äußert sich zur Corona-bedingten Absage der Langen Nacht im Jahr 2021.

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"Wie dem Klimawandel begegnet werden kann" − Folge 11

LNDW Pocast, Folge 11, von links: Prof. Dr. Bernd Rech, Prof. Dr. Melanie Jaeger-Erben, Dr. Wolfgang Haupt, Thomas Prinzler, Gruppenfoto vor dem Gebäude des Helmholtz Zentrum Berlin, Standort Adlershof. Foto: LNDW/LHLK 2021
(von links): Prof. Dr. Bernd Rech, Prof. Dr. Melanie Jaeger-Erben, Dr. Wolfgang Haupt, Thomas Prinzler. Foto: LNDW/LHLK 2021

In den vergangenen Jahren traten Hitzewellen, Dürreperioden und Starkregenereignisse in Deutschland immer häufiger auf. Jedes dieser Ereignisse ist für sich genommen zwar nur ein einzelnes Wetterereignis, in der Summe ergibt sich daraus jedoch für Experten ein klares Bild: Wir haben es mit den Folgen des menschengemachten Klimawandels zu tun. In der Wissenschaft allgemein anerkannt ist denn auch, dass der Klimawandel nicht mehr zu vermeiden ist. Wie stark der Klimawandel ausfallen wird, wie wir mit seinen Folgen umgehen und was wir in Zukunft besser machen können, hängt davon ab, welche neuen Lösungen wir finden. Thomas Prinzler spricht darüber in der 11. Ausgabe des LNDW-Podcasts mit diesen Gästen:

  • Prof. Dr. Melanie Jaeger-Erben studierte Psychologie und Soziologie. Sie leitet seit 2019 das Fachgebiet "Transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung in der Elektronik" an der TU Berlin. In Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM) forscht sie mit ihrem Team zum Phänomen der zu kurzen Nutzungs- und Lebensdauern von Elektronikgeräten, der sogenannten Obsoleszenz. Zudem untersucht sie soziale Innovationen, die den Ausstieg aus der Wegwerkkultur und den Einstieg in eine Kreislaufwirtschaft befördern können.
  • Dr. Wolfgang Haupt ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS). Er beschäftigt sich mit der Frage, wie Städte und Gemeinden ihre Klimapolitik ausrichten, was sie voneinander lernen können und wie kommunale Klimapolitik besser gefördert werden kann, damit Städte sich optimal auf den Klimawandel einstellen.
  • Prof. Dr. Bernd Rech ist wissenschaftlicher Geschäftsführer des Helmholtz Zentrums Berlin (HZB). Er ist Experte für erneuerbare Energien und koordiniert die Beiträge und Projekte zur Energieforschung der Helmholtz-Zentren. Er erklärt, was grüner Wasserstoff ist, welche Hoffnungen für den Klimaschutz damit verbunden sind und warum die Dünnschichten, die das HZB erforscht, energiewirtschaftlich ein ganz großes Brett sind.

Die Sendung wird aufgezeichnet im Helmholtz-Zentrum Berlin, Standort Adlershof, in einem Nachbargebäude des Elektronenspeicherrings Bessy II.

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"Ein Jahr Corona − wie Pathogene und Menschen sich gegenseitig beeinflussen"  Folge 10

"Ein Jahr Corona − wie Pathogene und Menschen sich gegenseitig beeinflussen" - Folge 10 des LNDW Podcasts. Fotomontage Portraits von mit Felix M. Key (Foto: Christian Denkhaus) und Dr. Eva Asselmann (Foto: Jens_ Gyarmat) auf einem Symbolbild (Foto: Kadmy – stock.adobe.com), das Menschen mit Maske und Handschuhen zeigt.
Felix M. Key (Foto: Christian Denkhaus) und Dr. Eva Asselmann (Foto: Jens_ Gyarmat), Symbolbild (Foto: Kadmy – stock.adobe.com).

Anfang März 2020 wird immer deutlicher: Die neue, durch ein Coronavirus ausgelöste und COVID-19 genannte Krankheit hat sich zur Pandemie entwickelt. Auch in Deutschland breitet sich das Virus immer schneller aus. Mitte März 2020 erlahmt in Deutschland das öffentliche Leben, ehe ab dem 22. März der erste Lockdown in Kraft tritt. Welche Auswirkungen haben die Pandemie und die Maßnahmen zu ihrer Eindämmung auf die psychische Gesundheit? Und umgekehrt, wie wirken sich die Maßnahmen auf das Virus aus? Diesen Fragen geht Thomas Prinzler in der zehnten Ausgabe des LNDW-Podcasts nach:

Dr. Eva Asselmann ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Psychologie an der Humboldt Universität Berlin. In der „Arbeitsgruppe Persönlichkeitspsychologie“ beschäftigt sie sich unter anderem mit der Frage, welchen Einfluss einschneidende Lebensereignissen auf die Entwicklung der Persönlichkeit haben. In Studien zu den psychischen Folgen der Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie kommt sie u.a. zu dem Ergebnis, dass es vor allem die jüngere Erwachsene sind, die im Lockdown von Einsamkeit betroffen sind.

Felix Michael Key erforscht am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie die Evolution der Pathogene. Dabei geht es ihm und seinem Team vor allem darum, die genetischen Mechanismen und phänotypischen Variationen aufzudecken, die der Entstehung und Anpassung von infektiösen Mikroben zugrunde liegen. Diese Erkenntnisse geben auch Auskunft darüber, wie das Coronavirus auf den Menschen überspringen konnte und wie wir uns auf künftige Mutationen des Coronavirus (und anderer Pathogene) einstellen können.

Aufgrund der Pandemie wurde die Sendung remote per App aufgezeichnet.

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"Sprechen mit Häusern & Robotern − die Stadt der Zukunft" − Folge 9

LNDW-Podcast, Folge 9: Leben in der Stadt der Zukunft", links: Roboterplattform Myon, re. Gäste der Sendung: Anne-Caroline Erbstößer (Technologie Stiftung Berlin), Prof. Dr. Manfred Hild (Beuth Hochschule für Technik Berlin), Axel Schultz (Siemens AG)
Links im Bild zu sehen ist die humanoide Roboterplattform "Myon". Bildrechte: "Myon": Forschungslabor Neurobotik, Berlin (http://neurorobotik.de/robots/myon_de.php), Foto Erbstößer: Technologiestiftung Berlin, Foto Hild: Forschungslabor Neurorobotik, Foto Axel Schultz: Siemens AG. Collage: LNDW.

Digitalisierung und Vernetzung machen es möglich: Häuser und Quartiere können bereits heute mit „intelligenter“ Technik so ausgestattet werden, dass Energie eingespart und der Komfort erhöht wird. Ist das Konzept smarter Häuser, die miteinander verbunden werden zur Smart-City, der richtige Weg, um die Stadt Zukunft CO2-neutral, klimaresistent und dennoch lebenswert zu machen? In der neunten Folge des LNDW-Podcasts gibt es dazu ein differenziertes Meinungsbild mit diesen Gästen:

Anne-Caroline Erbstößer ist Diplom-Ingenieurin für Innenarchitektur und Architektur und als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Technologiestiftung Berlin im Bereich Technologie und Stadt tätig. Sie beschäftigt sich mit smarten Gebäude und intelligenten Quartiere und spricht sich dafür aus, die neue digitalen Technologien zu nutzen, um den Wandel hin zur klimaneutralen, aber auch partizipativen Stadt aktiv zu gestalten.

Prof. Dr. Manfred Hild ist Professor für Digitale Systeme an der Beuth Hochschule für Technik Berlin. Der Brain City Botschafter ist Studienfachberater des Studiengangs humanoide Roboter und kritisiert den aktuellen Technologie-Trend, alles mit allem zu vernetzen. Er will Roboter nicht zu den neuen Sklaven der Menschen machen, sondern sie zu Dienstleistungen auf Augenhöhe mit den Menschen befähigen. Das geht nur im Austausch zwischen Menschen und Robotern. Im Projekt RoSen geht er derzeit bspw. der Frage nach, wie und was Senior*innen dazu beitragen können, um Roboter besser zu machen.

Axel Schultz ist Leiter der Siemens AG Niederlassung Berlin/Brandenburg sowie Leiter des Geschäfts Smart Infrastructure der Region Ost. Er erläutert, was aus Sicht der Industrie an intelligenten Häusern und Quartieren interessant ist und wie die Energieversorgung der Städte in Zukunft nicht nur gesichert, sondern auch umweltfreundlicher werden kann. Zudem spricht er über die Pläne zur Siemensstadt 2.0.

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„Fakten, Fakes und Sensationen – zur Rolle der Wissenschaftskommunikation“ – Folge 8

V.l.n.r.: Thomas Prinzler, Torsten Lipski, Prof. Dr. Gwendolyn Sasse, Stefan Gotthold, Josef Zens stehen in der Eingangshalle des Zeiss Großplanetarium am dort ausgestellten ersten Projektor des Planetariums- Das Foto entstand anlässlich der Aufnahme des LNDW-Podcast im Zeiss Großplanetarium Berlin.
V.l.n.r.: Thomas Prinzler, Torsten Lipski, Prof. Dr. Gwendolyn Sasse, Stefan Gotthold, Josef Zens, Foto: LNDW/LHLK 2020

Das in der Corona-Pandemie oft bemühte Bild des Brennglases, das Stärken und Schwächen sichtbarer macht, gilt auch für die Wissenschaftskommunikation: Nüchterne Aufklärung konkurriert in der Krise mit Verschwörungserzählungen und Fake-News über das Virus, seine Herkunft und seine Folgen. In der 8. Folge des LNDW-Podcasts greifen wir daher das Motto auf, das eigentlich schon das Jubiläumsprogramm der Corona bedingt abgesagten LNDW 2020 sein sollte „Wissenschaft als Antwort auf Fake-News“. Wie Wissenschaftskommunikation im Spannungsverhältnis zwischen Senation, Fakes und Fakten gelingt, was im Verhältnis zwischen  Wissenschaftlern und Journalisten zu beachten ist und wie unterhaltsam Wissenschaft kommuniziert werden kann, darf oder soll, diskutiert Moderator Thomas Prinzler mit diesen Gästen:

Prof. Dr. Gwendolyn Sasse, Wissenschaftliche Direktorin desZentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS), hat in ihrer Forschung viel mit autoritären Regimen zu tun und weiß daher, wie rasch Wissenschaft für politische Zwecke missbraucht werden kann. In der Sendung plädiert sie u. a. dafür, sich in der Wissenschaftskommunikation nicht nur auf die Medienarbeit zu konzentrieren, sondern auch auf eigene Veranstaltungen und Publikationen zu setzen.

Josef Zens, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit am Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ und gelernter Zeitungsjournalist, ist in seiner täglichen Arbeit damit konfrontiert, den Zwiespalt zwischen dem Bedürfnis des Journalismus nach Quote und dem der Wissenschaften nach Kenntnisnahme von Fakten in Einklang zu bringen.Er wünscht sich mehr sachlichere Debatten in den Medien und weniger Diskussionen, die lediglich auf Konfrontation und Streit ausgelegt sind.

Torsten Lipski, Fachbereichsleitung Sozialkunde Lise-Meitner-Schule OSZ für Naturwissenschaften, hört auch an seiner Schule mitunter Fake-News und Verschwörungserzählungen. In der Sendung berichtet er, wie er damit im Unterricht umgeht.

Stefan Gotthold, verantwortlich für die Archenhold-Sternwarte der Stiftung Planetarium Berlin sowie kommissarischer Leiter der Bildungsabteilung der Stiftung, begeistert mit seinen Vorträgen Menschen allen Alters für die Naturwissenschaften. In der Sendung spricht er darüber, wie unterhaltsam Wissenschaft sein darf oder auch sein sollte und wie er es anstellt, komplexe naturwissenschaftliche Erkenntnisse allgemeinverständlich zu erklären.

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„Trendsetter Internet? Angstmacher KI? Folgen der Digitalisierung für Wirtschaft, Gesellschaft und Politik“ – Folge 7

Gruppenfoto der Gäste der siebten Folge des LNDW-Podcasts zur Digitalisierung. Die Gruppe steht vor dem Supercomputer "Lise" im Zuse-Institut Berlin, von links: Prof. Uhlmann, Prof. Hofmann, Prof. Pokutta, Thomas Prinzler, Foto: rbb/Gundula Krause 2020
Von links: Prof. Uhlmann, Prof. Hofmann, Prof. Pokutta, Thomas Prinzler. Im Hintergrund: Supercomputer "Lise" im Zuse-Institut Berlin. Foto: rbb/Gundula Krause 2020

„Ich bin zu faul zum Rechnen,“ gab Konrad Zuse gern als Grund an, was ihn dazu motivierte, einen Computer zu bauen. 1941 hatte er Erfolg und mit der in Berlin entwickelten Z3 den ersten frei programmierbaren Computer der Welt geschaffen. Was daraus folgte, ist gewaltig und beschäftigt uns bis heute: Längst durchdringt die Digitalisierung alle Lebensbereiche, verändert Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. Thomas Prinzler unternimmt mit seinen Gästen den Versuch, eine vorläufige Zwischenbilanz zu folgenden Fragen und Themen zu ziehen: Gefährden Facebook & Co unsere Demokratie? Wie wirkt sich die Digitalisierung auf unser Verständnis von Demokratie aus?

"Technik ist keine eigengesetzliche Angelegenheit, " sagt Prof. Dr. Jeanette Hofmann, Leiterin der Forschungsgruppe „Politik der Digitalisierung“ am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und Professorin für Internetpolitik an der Freien Universität Berlin, und ergänzt: "Gerade die digitale Technik ist so flexibel, dass wir ihr immer einen Stempel aufdrücken und sagen können: So wünschen wir uns das und so wünschen wir uns das nicht."

Dem stimmt auch Prof. Sebastian Pokutta zu, Vizepräsident des Zuse-Instituts Berlin (ZIB) und Professor für Mathematik an der TU Berlin, und führt aus: "Algorithmen können nicht fair oder unfair sein. Das sind Nullen und Einsen. Die Frage der Fairness kommt erst mit dem Nutzer bzw. Designer der Programme ins Spiel: Wurden die Daten fair ausgewählt? Habe ich alle Kategorien von geschützten Personen fair in meinen Daten abgebildet?"

Den Menschen in der Pflicht sieht auch Prof. Dr. Eckart Uhlmann, Leiter des Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (IPK) sowie des Fachgebiets Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik an der TU Berlin. Er sagt: "Die Gefahr besteht, dass wir zu systemgläubig sind. Wir müssen daher dafür sorgen, dass der Mensch immer die letzte Instanz bleibt und für Fairness sorgen." Im Podcast erläutert er zudem, welche Aufgaben die deutsche Wirtschaft in Sachen Digitalisierung noch zu lösen hat und erklärt, wie gerade die Region Berlin-Brandenburg von der Digitalisierung profitieren kann.

Am 18. Dezember 2020 jährt sich der 25. Todestag von Konrad Zuse – die Aufzeichnung des Podcasts erfolgte im Gedenken an den Computer-Pionier im Zuse-Institut Berlin (ZIB). Das Gruppenbild entstand vor dem Supercomputer "Lise", benannt nach Lise Meitner. Der Computer umfasst 1270 Rechenknoten mit insgesamt 121.920 Rechenkernen.

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„Jedi-Schwert und Quantenrechner – Optik- & Photonikforschung in Berlin" direkt in der ARD Audiothek anhören (Folge 6)

 

Dirk Döbler, Ulrike Woggon, Thomas Prinzler und Günther Tränkle vor dem Eingang der WISTA in Berlin-Adlershof
Dirk Döbler, Prof. Ulrike Woggon, Thomas Prinzler und Prof. Günther Tränkle, Foto: Gundula Krause/rbb 2020

Ob "Internet der Dinge", Industrie 4.0 oder Verkehrswende ­­– nichts von all dem wäre möglich ohne die Forschungen und Entwicklungen aus Optik und Photonik. In der Sendung gehen wir den Grundlagen des Gebiets ebenso nach wie den zahlreichen Anwendungsfeldern, die von superschnellen Computerchips über Lasersysteme für die Industrie bis hin zu Abstands- und Geschwindigkeitsmessungen (LiDAR-Systemen) fürs autonome Fahren reichen. Gäste der Sendung sind: Frau Prof. Dr. Ulrike Woggon (TU Berlin) – die Brain City Botschafterin erläutert u. a. wie Photone für Quantenrechner in Nanomaterialien entstehen und wie der Nachwuchs im Bereich optischer Forschung gefördert wird. Dirk Döbler von der Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik (GFaI) berichtet, wie sich mit Hilfe der in Berlin entwickelten Akustischen Kamera Lärmquellen sichtbar machen lassen und Prof. Dr. Günther Tränkle (Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH)) zeigt auf, wie selbstfahrende Autos mithilfe von LiDAR-Systemen Wirklichkeit werden und wie Lasersysteme im Weltraum präzises Umweltmonitoring ermöglichen.

Die Aufzeichnung der Sendung fand im Pasteur-Kabinett der WISTA in Berlin-Adlerhof statt.

Die Folge ist eingebettet in die Berlin Science Week und Falling Walls, die zwischen dem 1. und 10 November zahlreiche (Online-)Vorträge, Gespräche und Events rund um die Wissenslandschaft in Berlin bietet.

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"Corona-, Krebs und Co. – Herausforderungen der Medizin in der Gesundheitsstadt Berlin" (Folge 5)

Von links: Thomas Prinzler, Dr. Jobst Röhmel, Prof. Dr. Jeanette Schulz-Menger und Prof. Dr. Christian Hackenberger bei der Aufzeichnung des LNDW-Podcast im Klinikum Buch | Foto: LNDW/LHLK 2020
Von links: Thomas Prinzler, Dr. Jobst Röhmel, Prof. Dr. Jeanette Schulz-Menger und Prof. Dr. Christian Hackenberger | Foto: LNDW/LHLK 2020

Die Gesundheitsforschung in Berlin gehört zur internationalen Spitze. In den drei Universitäten und den zahlreichen Forschungsinstituten der Stadt werden neue Therapien entwickelt, mit denen Krankheiten schonender und zugleich effektiver bekämpft werden können. In der 5. Ausgabe des LNDW-Podcast stellen wir einige dieser Forschungen vor. Wie es 2020 nicht anders sein kann, werfen wir dabei auch einen Blick auf die aktuelle Corona-Forschung sowie die negativen, aber auch positiven Folgen, die Corona für die Medizinforschung hat.

Prof. Dr. Jeanette Schulz-Menger ist Universitätsprofessorin an der Charité und Leiterin der nicht-invasiven Herzbildgebung im Helios Klinikum Berlin-Buch. Die Forscherin und Medizinerin berichtet in der Sendung, wie der „sanfte Blick ins Herz“ mithilfe der Kardio MRT gelingt. Dr. Jobst Röhmel ist Facharzt an der Kinderklinik mit Schwerpunkt Pneumologie und Immunologie an der Charité. Er forscht derzeit unter anderem zur Frage, warum Kinder nur selten an COVID-19 erkranken. Prof. Dr. Christian Hackenberger ist Chemiker und Leiter des Bereichs „Chemische Biologie“ am Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP). Er erklärt in der Sendung, wie mithilfe bioaktiver Moleküle neue Therapien entstehen, mit denen sich Krebs gezielter als bislang bekämpfen lässt und zugleich Nebenwirkungen minimiert werden.

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"Gründergeist – vom Studium zum Start-up" (Folge 4)

 

Gäste und Moderator der vierten Folge des LNDW-Podcasts, von links: Jonas Liepmann, Thomas Prinzler, Prof. Dr. Henning Breuer, Prof. Dr. Rafaela Kunz - Aufnahme im Hof der HMKW vor einer Toreinfahrt mit dem Schild "Einfahrt freihalten" | Foto: LNDW/LHLK 2020
Gäste und Moderator der vierten Folge des LNDW-Podcasts, von links: Jonas Liepmann, Thomas Prinzler, Prof. Dr. Henning Breuer, Prof. Dr. Rafaela Kunz | Foto: LNDW/LHLK 2020

In keiner anderen deutschen Stadt entstehen mehr Start-ups als in Berlin. Dafür verantwortlich ist auch die ausgezeichnete Hochschul- und Universitätslandschaft der Stadt. Denn viele Ideen zu Start-ups entstehen bereits im Studium. Wie aber gelingt der Wissenstransfer aus der Wissenschaft in die Wirtschaft? Welche Förderungsmöglichkeiten gibt es für Akademiker, die den Sprung in die Selbstständigkeit wagen? Wie entwickelt man Innovationen für nachhaltige Geschäfte? Und auch: Was ist das für ein Gefühl, ein Unternehmen zu gründen? Thomas Prinzler geht diesen und weiteren Fragen in der vierten Folge des LNDW-Podcasts auf den Grund. Als Gäste eingeladen hat er dazu Jonas Liepmann, der über seine Erfahrungen als Gründer spricht, Prof. Dr. Rafaela Kunz von der bbw-Hochschule Berlin zu den Fördermöglichkeiten sowie den Hindernissen von Gründungen aus dem universitären Bereich und Prof. Henning Breuer von der HMKW Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft zur zentralen Rolle von Werten bei Gründungen. Links zu den Fördermöglichkeiten für universitäre Gründer finden Sie im Newsbereich.

"Homo creator - der schöpferische Mensch" (Folge 3)

Von links: Prof. Dr. Tim Landgraf, Jannis Hülsen, Dr. Sebastiaan Meijsing, Thomas Prinzler | Foto: rbb/Gundula Krause

Bereits seit einigen Jahren erleben die Bio-Wissenschaften eine Revolution, die in immer mehr Bereiche unseres Alltags und unserer Wirtschaft vordringt. Der gewachsenen Bedeutung entsprechend hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung das Jahr 20/21 zum Jahr der Bioökonomie erklärt. In unserem dritten LNDW-Podcast stellen wir eine Ausstellung zur Bioökonomie mit dem Titel „Macht Natur“ vor, die ab 13. August im STATE Studio in der Hauptstraße 3 zu sehen sein wird. Zudem klären wir, wie wir von Bakterien lernten, das Erbmaterial zu editieren, wie das Genskalpell der CRISP/Cas9-Methode funktioniert und wie mithilfe der KI die Schwarmintelligenz von Bienen und Fischen erforscht werden kann.

Gäste der Sendung sind Sebastiaan Meijsing von der Max-Planck-Forschungsstelle für die Wissenschaft der Pathogene, Brain City Botschafter Prof. Dr. Tim Landgraf vom Dahlem Center für Machine Learning and Robotics (DCMLR) der Freien Universität Berlin sowie Jannis Hülsen, der die Ausstellung im STATE Studio geplant und umgesetzt hat.

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"Lebenselixir Wasser in Not" (Folge 2)

 

Von links Thomas Prinzler, Prof. S. Jähnig, Dipl.-Ing. Regina Gnirß und Prof. J. Rabe
Von links Thomas Prinzler, Prof. S. Jähnig, Dipl.-Ing. Regina Gnirß und Prof. J. Rabe

Wasser ist Leben und daher eine unentbehrliche Ressource für die Zukunft von Mensch und Natur. Der Klimawandel stellt die Wasserforschung jedoch vor neue Herausforderungen: Wie ist die Wasserversorgung in Städten wie Berlin auch in Zukunft zu sichern? Thomas Prinzler spricht in der zweiten Folge mit Prof. Dr. Sonja Jähnig vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) über die sogenannte Megafauna, den größeren Tieren in Süßwassergewässern, deren Vielfalt und Zahl massiv zurückgeht, Prof. Dr. Jochen Rabe vom Kompetenzzentrum Wasser über die Frage, wie die Wasserwirtschaft in den Städten widerstandsfähiger gegenüber Umweltveränderungen gemacht werden können und warum Abwasser eine wichtige Ressource der Zukunft ist sowie mit Dipl.-Ing. Regina Gnirß von den Berliner Wasserbetrieben, die verrät, ob man in der Spree baden gehen kann und inwiefern Corona derzeit auch die Klärwerke Berlins beschäftigen.

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"Die Stadt nach Corona" (Folge 1)

Von links: Dr. Chr. Eisenmann, Thomas Prinzler, Prof. U. Panne, Prof. J. Radel im Eingang zum Haus des Rundfunks in Berlin
Von links: Dr. Chr. Eisenmann, Thomas Prinzler, Prof. U. Panne, Prof. J. Radel

Die erste Folge des LNDW-Podacts wurde am 6. Juni 2020 veröffentlicht und damit in einer Zeit, in der Berlin nach dem Lockdown erste Öffnungen und Lockerungen zuließ. Gastgeber Thomas Prinzler diskutierte mit seinen Gästen, welche Folgen die Corona-Epedimie für Städte wie Berlin hat und in Zukunft noch haben könnte: Wie hat sich die Stadt durch Corona verändert? Wird die gewonnene Erfahrung im Home-Office die Zeit nach Corona überdauern? Welche Vorteile bringt der durch die Krise angeschobene Digitalisierungsschub? Welche Folgen hatte Corona für das Mobilitätsverhalten in der Stadt? Und wie wird sich die Wissenschaftslandschaft der Region durch Corona verändern?

Gäste der Sendung sind Prof. Dr. Ulrich Panne. Er spricht über die Bedeutung der Wissenschaften als Antwort auf Fake News und über die Folgen der Krise für die Wissenschaften in Berlin. Er ist Präsident der Bundesanstalt für Materialprüfung und -forschung (BAM) sowie stellvertretender Vorsitzender der Langen Nacht der Wissenschaften e.V. (LNDW e.V.) und Vorsitzender des Forschungsnetzwerks des Technologieparks Adlershof (IGAFA). Dr.-Ing. Christine Eisenmann führte während des Lockdowns eine Studie zur „Mobilität während Corona“ durch und spricht über mögliche Änderungen des Mobilitätsverhaltens während und nach der Krise. Sie leitet am Institut für Verkehrsforschung des Deutschen Instituts für Luft- und Raumfahrt die Arbeitsgruppe „Transformation der Automobilität“. Prof. Dr. Jürgen Radel spricht über die Veränderungen, die Corona für die Arbeitswelt mit sich bringt, etwa über den Trend zu Home-Office und eigenverantwortlichem Arbeiten. Er ist Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin.

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